"Rascher fliegen die Rosse"

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde der Deutschen Dichtkunst - und solche, die es vielleicht werden 

Ein Blick in das von einer ehemaligen Deutschstudentin geschenkte Buch "The Penguin Book of German Verse" reichte aus, um dem Thema "Pferde in der Deutschen Dichtung" ein bisschen auf die Spur zu gehen. 

Was für ein Schatz da auf einem wartet! Ich werde diese Gelegenheit dazu benützen, eine kleine Serie zu diesem Thema zu bringen. 

Bevor ich unten das wunderschöne Gedicht von Friedrich von Schiller "Der Abend" anfüge, rufe ich Sie auf, mir Ihr Lieblingsgedicht zuzustellen (fliegender.redaktor@gmail.com). Ich werde daraus nach dem Zufallsprinzip ein Gedicht auswählen - es kann durchaus ein Selbstgeschriebenes sein - und dieses für Sie "bewerten", soweit ich dies als Deutschlehrer mir zutraue;) Es wird dann natürlich im nächsten Blog mitveröffentlicht.

Nun freue ich mich auf Ihre Einsendungen. Bleiben Sie weiterhin am "Ball" hier, denn die Fortsetzung dieser kurzen Einführung folgt in den nächsten Tagen.

Ihr Reitsport.ch Blogger Stephan Stirnimann

Fotos: Stephan Stirnimann

 

 

Der Abend


Senke, strahlender Gott - die Fluren dürsten

Nach erquickendem Tau, der Mensch verschmachtet,

Matter ziehen die Rosse - 

Senke den Wagen hinab!

 

Siehe, wer aus des Meers kristallner Woge

Lieblich lächelnd dir winkt! Erkennt dein Herz sie?

Rascher fliegen die Rosse,

Tethys, die göttliche, winkt.

 

Schnell vom Wagen herab in ihre Arme

Springt der Führer, den Zaum ergreift Cupido,

Stille halten die Rosse,

Trinken die kühlende Flut.

 

An dem Himmel herauf mit leisen Schritten

Kommt die duftende Nacht; ihr folgt die süsse

Liebe. Ruhet und Liebet!

Phöbus, der liebende, ruht.

SH101249

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(1) Kommentare

  • Russland



    Mein liebstes Gedicht von Boris Slutsky, "Pferd im Meer" . Lesen Sie , wenn Sie nach übersetzungen suchen .

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