Equikinetic Kurs bei Michael Geitner

Vom 07.- 08.11.2015 besuchten eine ebenfalls (pferdebegeisterte) Freundin und ich in Koblenz (CH) einem Equikinetic Kurs welcher von Michael Geitner geführt wurde. 

Man konnte mit eigenem Pferd kommen oder „nur“ Zuschauer sein. Wir entschieden uns dafür Zuschauer zu sein, da dies doch etwas stressfreier war als mit dem Pferd anzureisen.  

 

Alle Kursteilnehmer trafen sich im Seminarraum um vorweg den Theorieteil abzuhacken, welcher circa 1 ½ Stunden dauerte. Herr Geitner stellte sich zuerst vor und erzählte dann einiges über Equinetic und allgemein über Pferdehaltung. Er hat ein umfassendes Pferdewissen, was sehr bewundernswert ist, ausserdem hat er zu allen Sparten (Sport, Horsemanship etc.) eine sehr gesunde Einstellung und will niemandem seine Meinung aufzwingen. Der Theorieteil war amüsant und interessant gestaltet so, dass einem nie langweilig wurde. 

 

Nach der Theorie folgte dann die Praxis. Alle die mit dem eigenen Pferd angereist waren durften sich und ihr Pferd nun vorbereiten auf den strengen Teil des Seminars:). Es waren Reiter aus allen Sparten und mit den verschiedensten Pferden dabei, vom Isländer bis zum Sportpferd war alles vertreten. Einige wollten, dass ihr Pferd abnimmt, andere das die Muskulatur erhalten bleibt und wieder andere mussten den Hengst für die Körung vorbereiten. 

 

Die erste mutige die sich traute war eine Dame mit ihrem Isländer. Am ersten Kurstag wurdenvier Runden im Schritt und zwei im Trab absolviert. Es wurde auch sehr darauf geachtet wer bewegt wen. Was sehr spannend war zu sehen wie schlau die Pferde uns bewegen. Der Isländer war das beste Beispiel, denn er bewegte seine Besitzerin dauernd. Herr Geitner machte sie darauf aufmerksam, dass sie dies unbedingt ausdiskutieren müsse mit ihrem Pferd, da er eigentlich mit ihr machte was er wollte. So auch im Parcours, wenn er keine Lust mehr hatte blieb er einfach stehen oder ging rückwärts. 

 

Jedes Pferd wurde separat gearbeitet. Es war ja der erste Tag und so hatte man die volle Aufmerksamkeit von Herrn Geitner und er sah alles was zu verbessern war. 

Die meisten von euch werden Equinetic kennen, es wurde hier auch schon ein Beitrag darüber geschrieben, deshalb werde ich nicht näher darauf eingehen.  

 

Eine Erneuerung gibt es allerdings von der ich euch berichten möchte. 

 

Bis jetzt wurde das Pferd in den Pausen ja immer „frei“ laufen gelassen, neu gibt es einen Euqiplace in dem das Pferd Pause macht. Dies ist ein Viereck mit weissen Stangen oder Gassen, in welches das Pferd reingestelltwird um Pause zu machen. Die Pausenzeit wird dann auch von 30 auf 45 Sekunden geändert. 

Hier sind Stangen okay, da keine Verletzungsgefahr besteht. Das Pferd soll hier nur eingeführt werden und dann drinnen stehen bleiben. Die weissen Gassen wird es erst ab Februar /März zu kaufen geben. 

 

Gesamt waren acht Pferde an der Reihe so hatten wir den ganzen Tag Programm bis um 16:30 Uhr.  

Am zweiten Tag sollte dann alles noch etwas anspruchsvoller werden für die Vierbeiner. 

 

Sonntagmorgen neun Uhr wieder zuerst Theorie.  

 

Anschliessend wurden an diesem Tag immer zwei Pferde zur gleichen Zeit gearbeitet. 

 

Am Morgen mussten die Pferde zwei Runden im Schritt und dann vier im Trab gehen.  

 

Am Nachmittag wurde das alles noch etwas gesteigert und zwar mit Hilfe einer Seitengasse. Es war wirklich erstaunlich wie müde einige Pferde schon waren, es ging auch darum raus zu fühlen wenn das Pferd müde wird und man dann lieber doch Schritt geht oder sagt man lässt er für heute gut sein.  

Man würde nicht denken das so kurzes Training so streng sein kann aber man sah es den einen Pferden wirklich an, dass sie fix und fertig waren. Dies zeigt wie effizient das Trainingsprogramm ist. 

 

Um 16 Uhr hatten es dann alle geschafft und der Kurs war beendet. 

Als Zuschauer war es sehr spannend und lehrreich. Man sieht von aussen super die Veränderungen der Pferde und kann immer beobachten. Das Auge wird so geschult. Beeindruckend waren auch die Entwicklung der Pferde welche nur schon in diesen zwei Tagen stattgefunden hatte. Der Isländer welcher am Samstag noch sehr unkooperativ war und keine Lust hatte arbeitet am Sonntag in der zweiten Runde schon so toll mit, das man nicht denken würde, dass es am Tag davor noch so ein Theater verursachte 

 

Nachdem Kurs waren nicht nur die Pferde müde sondern auch ihre Besitzer sowie die Zuschauer. Man wird mit so viel Information überhäuft, dass dies dann doch sehr schlaucht und zuerst verarbeitet werden muss.  

 

Der Kurs bei Herrn Geitner selber ist wirklich zu empfehlen und extrem lehrreich. 

Ich konnte an diesem Wochenende sehr viel für mich und mein Pferd mitnehmen und zwar für den ganzen Pferdealltag von der Fütterung bis zum Reiten. 

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(1) Kommentare

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